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FLUGPATEN

FLUGPATENBERICHT JUNI 2007

Zwei Galgos auf dem Weg in ein zweites, schöneres, neues Leben...

Wir sind im Internet auf die vielen traurigen Schicksale der Hunde und Katzen in Spanien gestossen. Da wir
bereits einen Urlaub auf dem spanischen Festland im Juni gebucht hatten, beschlossen wir spontan Ende April,
uns bei www.flugpate.com zu registrieren.

Eigentlich haben wir nicht damit gerechnet, dass sich eine Organisation meldet, da meist mehr Flugpaten für
Flüge nach Deutschland, als nach Österreich gesucht werden, außerdem war unser Abflughafen Linz und nicht
Wien.
Umso überraschter waren wir dann, als sich zwei Tage später bereits Susanna Fleischmann von Galgo in Not Österreich
bei uns gemeldet hat. Sie bat uns, eventuell zwei Galgos für sie mit nach Linz zu nehmen. Wirklich fix
vereinbaren konnten wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nichts, weil noch nicht abgeklärt war, ob jemand die
Hunde von ihrem Aufenhaltsort in Jerez de la Frontera am 27. Juni zu uns zum Flughafen Málaga (Entfernung
Jerez-Málaga ca. 300 km!) bringen kann.

Wir haben sofort zugesagt, dass wir die beiden mitnehmen werden, wenn der Transport nach Málaga klappt.
Susanna Fleischmann versprach uns, sich in den nächsten zwei Wochen noch einmal zu melden und uns
mitzuteilen, ob wir mit den beiden Fellnasen fliegen dürfen.
In diesen zwei Wochen kamen noch einige Anfragen zu unserem Flugpatenangebot. Uns war gar nicht bewusst,
wie viele Flugpaten eigentlich auch für Flüge nach Österreich bzw. auch Linz gesucht werden!
Wir hatten uns eigentlich von Anfang an dazu entschlossen, so viele Tiere wie möglich mit nach Österreich zu
nehmen. Zwei große Hunde im Frachtraum und entweder zwei Katzen oder zwei kleine Hunde bis 8 kg, die im
Passagierraum mitfliegen dürfen, wären für uns möglich gewesen. Leider haben wir hauptsächlich Anfragen zu
großen Hunden erhalten und da wir Susanna Fleischmann schon zugesagt haben, für sie die Galgos
mitzunehmen, wenn der Transport fixiert ist, mussten wir leider die anderen Organisationen bitten, uns in zwei
Wochen noch einmal zu kontaktieren, ob nun die beiden Plätze vergeben sind oder nicht.
Eineinhalb Wochen nach dem ersten Telefonat hat sich Frau Fleischmann mit guten Neuigkeiten bei uns
gemeldet – der Transport ist gesichert, die beiden Galgos Fidel und Pablo können mit uns nach Linz fliegen. Sie
bat uns außerdem, ob wir eventuell die Transportboxen für die beiden Süßen schon mit nach Spanien nehmen
könnten, damit die Hunde in ihren Boxen fliegen können. Sie wollte sich noch erkundigen, ob die Möglichkeit
besteht, die Boxen in Málaga am Flughafen bis zu unserem Abflug einzulagern. Da wir aber in einem
Appartement untergebracht waren und auch bereits am Flughafen in Málaga unser Mietauto übernehmen, haben
wir angeboten, die Transportboxen im Appartement zu lagern, um Kosten einzusparen.
Susanna Fleischmann bekam dann von uns die Flugdaten und Buchungsnummer und buchte bei Air Berlin den
Transport für Fidel und Pablo und bezahlte diesen auch gleich.
Zwei Tage später erhielten wir von ihr bereits per Email die Bestätigung von Air Berlin.
Den anderen Organisationen sagten wir schweren Herzens, dass wir nur mehr Katzen oder Hunde bis 8 kg
mitnehmen können, leider bestand kein Bedarf.
Einen Tag vor unserem Abflug trafen wir uns mit Susanna Fleischmann. Sie hat uns die Boxen übergeben (okay,
beim ersten Anblick waren wir schockiert, obwohl wir von ihr vorher die Abmessungen bekommen haben, aber
wenn man sie dann so sieht… Kurzfristig hatten wir einige Bedenken, ob bzw. wie wir die beiden Boxen im
zerlegten Zustand in unser Mietauto, dass ein Opel Corsa oder etwas in der Größe sein wird, samt unseren
beiden Koffern bringen sollen.
Außerdem erhielten wir noch die Telefonnummer der Kontaktperson in Spanien, die Original-Bestätigung der
Reservierung, Halsbänder sowie Leinen für die Galgos, damit nur mehr die nackten Hunde von den Spaniern
zum Flughafen gebracht werden müssen.
Wir haben noch am selben Tag unser Gepäck und die Boxen zum Late Night Check-In gebracht.
Lobenswerterweise beförderten Fly Niki und Air Berlin die Boxen kostenlos nach Spanien, da der Rückflug für die
Boxen samt Hunde gebucht und bezahlt wurde und Susanna Fleischmann auch die Transportboxen als
Übergepäck für den Hinflug auf uns angemeldet hatte.

Am nächsten Tag war es dann so weit. Ein bisschen Bauchweh hatten wir, ob alles gut geht, da wir keinen
Direktflug hatten. Von Linz ging es mit Fly Niki nach Palma de Mallorca und von Palma mit Air Berlin weiter nach
Málaga.

Die Boxen waren jedoch das erste, was in Málaga vom Gepäckband kam, dicht gefolgt von unseren Koffern.
Dann übernahmen wir unseren Mietwagen. Das war zuerst mal ein großer Schock. Statt dem eh schon kleinen
Opel Corsa bekamen wir von der Mietwagengesellschaft einen noch kleineren Chevrolet Matiz zugeteilt. Wir
haben das Auto angesehen, dann wieder die Boxen, dann wieder das Auto…
Aber so ein Matiz kann ein wahres Raumwunder sein! Außerdem hatte ein Koffer in den zerlegten Boxen Platz
und der zweite Koffer hatte auch noch genug Platz. Voll gepackt fuhren wir zu unserem Appartement. Auch hier
hatten wir wieder großes Glück das Appartement war eigentlich für 4 Personen ausgerichtet und hatte zwei
Schlafzimmer wir waren aber nur zwei Personen, also bekamen die Transportboxen ihr eigenes Zimmer.
3 Tage vor unserem Rückflug hat uns Frau Fleischmann kontaktiert. Wir haben ihr mitgeteilt, ab wann wir am 27.
Juni am Flughafen in Málaga sein werden und wo wir auf die Spanier warten werden, die Fidel und Pablo die 300
km von Jerez de la Frontera nach Málaga bringen werden. Sie hat das dann weitergeleitet.
Am Tag des Rückflugs waren wir viel zu früh am Flughafen, da wir unser Mietauto noch zurückgeben mussten
und nicht zu spät kommen wollten, wenn die Hunde gebracht wurden.
Statt zur vereinbarten Zeit um 15:00 Uhr waren wir bereits um 13:30 Uhr am Flughafen, voller Vorfreude auf die
hübschen Langnasen. Wir haben die Zeit genützt, um in aller Ruhe die Transportboxen zusammenzubauen.
Bereits zu diesem Zeitpunkt waren wir DIE Attraktion am Flughafen. Sehr viele Menschen haben uns auf die
Boxen angesprochen und sind rein zufällig an den Boxen vorbeigegangen, obwohl diese noch leer waren.
Wir haben es uns dann im Flughafengebäude gemütlich gemacht, da wir ja noch eine Weile zu warten hatten. Wir
waren aber jedoch sehr aufgeregt und deshalb haben wir es nur eine halbe Stunde ausgehalten, dann sind wir
wieder vor das Flughafengebäude gegangen, um mal eine Zigarette zu rauchen. Eine halbe Stunde vor dem
vereinbarten Zeitpunkt haben wir dann beschlossen, gleich draußen zu bleiben. Wir hatten eigentlich damit
gerechnet, dass sich die Spanier etwas verspäten (ein wirklich pünktliches Volk sind sie ja bekanntlich nicht...),
aber sollten sie früher kommen, wollten wir einfach schon da sein. Zu übersehen waren wir nicht mit den riesigen
Boxen:

Also sind wir vor dem Flughafengebäude gestanden und haben dem Trubel zugesehen und die vorbeifahrenden
Autos genau gemustert. Die Uhr am Flughafengebäude zeigte gerade 14:33 Uhr an, als wir ein kleines, silbernes
Auto mit zwei Männern sahen. Ich sah noch mal hin und sah auf dem Rücksitz stehend einen weißen Hund mit
braunen Flecken. In diesem Moment wusste ich, dass das Fidel, Pablo und die Spanier sind. Ich habe Manuel
das Auto gezeigt und Fidel und Pablo gebrüllt. Ich glaube, die Leute rund um uns haben geglaubt, ich bin
verrückt. In diesem Moment haben uns auch die Spanier im Auto gesehen und gleich mal gewunken.
Bis sie einen Parkplatz gefunden hatten und die Hunde ausgeladen hatten, vergingen noch mal knappe 15
Minuten, in denen wir vor Freude sehr hibbelig waren. Ständig haben wir in alle Richtungen geschaut, um ja nicht
zu übersehen, wenn die vier auftauchen.

Dann war es so weit. Fidel und Pablo wurden von zwei sympathischen jungen Spaniern, Andres und Diego,
gebracht. Nachdem wir Menschen uns begrüßt haben, haben wir die beiden Galgos begrüßt.
Fidel und Pablo waren traumhaft! Sie waren etwas aufgeregt aber zwei absolute Traumhunde, die uns sofort die
Finger abschleckten und fleißig Bussis verteilten. Sie ließen sich von uns auch problemlos die Halsbänder und
Leinen anlegen, die wir von Susanna Fleischmann mitbekommen haben.
Die Kommunikation mit Andres und Diego gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da die beiden nur spanisch
sprachen und einzelne Wörter englisch.. Obwohl ich etwas spanisch spreche, war ich zu Beginn etwas
überfordert, da die beiden sehr schnell und mit Dialekt sprachen. Eine nette deutsche Urlauberin hat uns jedoch
ihren Übersetzungscomputer angeboten und mit dessen Hilfe, meinem Mini-Wörterbuch und der Bitte an die
beiden, langsam und deutlich zu sprechen, konnten wir uns dann schlussendlich eigentlich auch gut
verständigen.
So erfuhren wir auch, dass sich Pablo bei der Autofahrt bereits übergeben hatte und Fidel eigentlich sehr
entspannt war.
Zuerst dachten wir, wir bekommen von Andres und Diego nur die Hunde sowie die Unterlagen und dann fahren
sie den weiten Weg nach Jerez wieder zurück. Doch die beiden warteten geduldig mit uns, bis wir einchecken
konnten und halfen uns auch, die Langnasen in die Boxen zu verfrachten. Pablo konnten wir mit Leckerlies
überzeugen, in die Box zu klettern, bei Fidel mussten wir ein bisschen anschieben, da er partout nicht in die Box
wollte. Leider mussten wir fast eine Stunde warten, bis wir an die Reihe kamen. In dieser Zeit haben wir
ordentlich Aufklärungsarbeit geleistet. Sehr viele Urlauber haben uns auf Fidel und Pablo angesprochen und wir
haben genau erklärt, warum wir die Hunde als Flugpaten mitnehmen, welche Schicksale sie in Spanien erwarten
würden, wie so eine Flugpatenschaft abläuft, wo die Hunde im Flugzeug untergebracht werden...
Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass auch blöde Kommentare (warum spanische Hunde mitnehmen, wenn
es in Österreich doch auch so viele in Tierheimen gibt...) fallen werden, aber die Reaktion der anderen Urlauber
(egal ob Österreicher, Deutsche, Engländer, Spanier...) war einfach nur toll und auch sehr berührend:
Was für schöne Hunde! Beautiful dogs! Toll, dass es Leute wie Euch gibt, die den Hunden ermöglichen, in ein
neues Leben zu reisen!
Sehr schön anzuhören für uns war auch das Telefonat von Diego mit einem Bekannten, als er sagte, dass er
gerade am Flughafen ist, weil Fidel und Pablo auf dem Weg in ein zweites, schöneres Leben in Österreich in und
Deutschland sind!

So verging auch die Zeit, die wir vor dem Check-in Schalter warten mussten, sehr schnell. Am Schalter von Air Berlin wurden die Pässe von Fidel und Pablo genau kontrolliert. Wir mussten die beiden dann zur Großgepäcksaufgabe bringen, die von einem missmutig blickenden spanischen Macho betreut wurde.
Gott sei Dank waren Andres und Diego immer noch an unserer Seite. Zuerst wurde Pablo „aufgegeben“. Er
wurde samt Box geröntgt. Als Andres und Manuel die Box mit Fidel auf das Gepäcksband hoben, gab es plötzlich
Probleme. Der missmutig blickende Spanier weigerte sich, Fidel in seiner Box durch die Kontrolle zu lassen. Auf
einmal standen mehrere Flughafenmitarbeiter rund um uns und diskutierten lautstark. Ich habe rein gar nichts
mehr verstanden. Dann hoben Andres und Diego die Box wieder runter und holten Fidel aus der Box heraus.
Schön langsam bekamen wir etwas Panik, weil wir nichts verstanden haben und Andres und Diego lautstark mit
den Flughafenmitarbeitern diskutiert haben. Doch dann erklärte uns Diego, was los ist. Der spanische Macho
wollte nur seine Macht ein bisschen demonstrieren. Bei Pablo war es noch okay, dass er in der Box war, als diese
geröntgt wurde, bei Fidel ist er plötzlich auf die Idee gekommen, dass das für den Hund schädlich ist und
deswegen durfte nur die Box durch die Röntgenkontrolle. Nachdem die Box dann kontrolliert war, durften wir Fidel
wieder in die Box verfrachten. Wären Andres und Diego zu diesem Zeitpunkt nicht bei uns gewesen, wären wir
wahrscheinlich verzweifelt, da sich die spanischen Flughafenangestellten weigerten, englisch zu sprechen!
Diego und Andres begleiteten uns noch bis zur Sicherheitskontrolle und dann verabschiedeten sie sich von uns.
Wir konnten, während wir beim Gate warteten, durch die Scheiben beobachten, wie Fidel und Pablo in das
Flugzeug eingeladen wurden. Das beruhigte uns sehr, da wir doch ein wenig Angst hatten, dass sie einfach auf
dem Flughafen stehen bleiben. So konnten wir beruhigt ins Flugzeug Richtung Palma de Mallorca einsteigen.
Dieser Zwischenstopp in Palma samt Flugzeug- und Fluglinienwechsel machte uns auch anfangs noch etwas
Kopfzerbrechen, da hier nochmals die Möglichkeit bestanden hätte, dass der Amtstierarzt Probleme macht oder
die Hunde nicht in das Flugzeug für unseren Weiterflug eingeladen werden.
Doch auch hier konnten wir vom Gate aus beobachten, wie die Hunde zuerst neben dem Flugzeug abgestellt
wurden (die Flughafenangestellten haben sie sogar dankenswerterweise in den Schatten gestellt, ohne dass wir
etwas sagen mussten).
Auch hier haben die Galgos für Aufregung gesorgt. Ständig sind Flughafenmitarbeiter rund um die Boxen
gestanden. Zuerst haben sie die Beschriftung der Boxen gelesen, sich dann vorgebeugt und haben mit den
Galgos gesprochen.

Wir haben so lange mit dem Boarding gewartet, bis Fidel und Pablo in das Flugzeug eingeladen wurden. Dann
haben wir noch Susanna Fleischmann informiert, dass alles planmäßig abläuft und wir zur geplanten Zeit in Linz
landen werden.
Um 22:50 Uhr sind wir in Linz gelandet. Wir haben uns sofort zwei Gepäckswagen geholt und sind damit zur
Großgepäcksausgabe gegangen, dort haben wir die Angestellten vom Flughafen informiert, dass für uns zwei
Hunde gebracht werden.
Leider war es in Linz etwas chaotisch, weil gleichzeitig 2 oder 3 Flieger gelandet sind und nur ein
Gepäcksausgabeband zur Verfügung steht. Manuel hat sich angestellt, um unser Gepäck zu holen und ich habe
vor der Großgepäcksausgabe gewartet.
Wir mussten ziemlich lange warten und waren schon sehr ungeduldig, weil weder unser Gepäck noch die Hunde
zu sehen waren.
Dann plötzlich hörte ich Manuel rufen die intelligenten Arbeiter der Gepäcksausgabe vom Flughafen Linz haben
Fidel und Pablo auf das normale Gepäcksausgabeband gestellt und die beiden kamen also auf diesem Band mit
dem Gepäck heraus.
Hier konnten wir uns kurzfristig nicht zusammenreißen und haben lautstark über diese idiotische Handlung
geflucht. Selbst die Angestellten bei der Großgepäcksausgabe konnten sich nicht verkneifen, zu sagen, ob ihre
Kollegen komplett verrückt sind, weil sie die Hunde aufs Band gestellt haben.
Noch dazu kamen Fidel und Pablo sehr knapp hintereinander auf dem Band heraus. Manuel und ich hatten alle
Hände voll zu tun, um beide in ihren sperrigen Boxen zwischen hunderten von anderen Urlaubern von der Box
herunterzunehmen. Gott sei Dank hat uns ein nettes Pärchen geholfen.
Dann mussten wir noch auf unser Gepäck warten. Währenddessen erhielten wir schon einen Anruf von Frau
Fleischmann, ob wir schon gelandet sind, da sie und die neue Familie von Fidel schon sehnsüchtig auf uns
warten.
Die Zeit verging, die Urlauber und Koffer wurden weniger, nur uns fehlte immer noch ein Gepäcksstück.
Schließlich stoppte das Band, weil keine Koffer mehr kamen. Somit war also klar, einer unserer Koffer ist verloren
gegangen.
Jetzt standen wir da, mit den zwei Gepäckswagen mit den Hundeboxen, einem Koffer, unseren Sonnenschirmen.
Manuel musste zum Lost & Found Schalter, um die Verlustanzeige zu machen, ich wollte jedoch so rasch wie
möglich raus aus der Ankunftshalle, da Fidel und Pablo zu diesem Zeitpunkt bereits 8 Stunden in den Boxen
waren und Susanna Fleischmann und Fidels neue Familie bereits auf uns warteten. Ich konnte jedoch nicht
gleichzeitig mit beiden Hunden hinaus fahren, da es unmöglich war, beide Gepäckswagen gleichzeitig zu
schieben.
Hilfe vom Flughafenpersonal bzw. Flughafenpolizisten bekamen wir nicht, sondern nur blöde Antworten. Mir ist es
dann eindeutig zu blöd geworden und ich habe dann so lange auf die Flughafenmitarbeiterin eingeredet, bis sie
mir erlaubt hat, zuerst einen Hund hinauszufahren und dann noch einmal hineinzugehen und den zweiten zu
holen, obwohl dies normalerweise nicht erlaubt ist.
So konnte ich Fidel und Pablo um 23.20 Uhr an Frau Fleischmann und die neuen Herrchen von Fidel übergeben.
Die Freude über die Ankunft der Galgos war groß. Ich begleitete sie noch hinaus aus dem Flughafengebäude, wo
die beiden Süßen endlich aus ihren Boxen befreit wurden.
Fidel und Pablo haben sich an diesem Tag wacker geschlagen. Beide waren einfach toll, obwohl sie so einen
anstrengenden Tag hatten.
Ich war richtig traurig, als die beiden wieder in die Boxen verfrachtet wurden und sich auf den Weg ins neue
Zuhause aufmachten, nachdem ich mich von beiden noch ausgiebig verabschiedet habe.
Manuel konnte sich leider nicht verabschieden, weil das Aufgeben der Verlustanzeige leider noch sehr viel Zeit in
Anspruch nahm.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir Susanna Fleischmann aussprechen, die alles toll organisiert hat und uns
das Vertrauen geschenkt hat, die beiden Langnasen für sie mitzunehmen. Bedanken möchten wir uns auch bei
Andres und Diego, die uns hilfreich in Spanien am Flughafen zur Seite gestanden haben, ohne sie wären wir bei
der Großgepäcksaufgabe verloren gewesen.
Unser Dank und auch unsere Anerkennung gebührt auch all denen, die in den Urlaubsländern (oft auch im
Hintergrund) agieren und so viele Hunde und Katzen vor Misshandlungen und einem grausamen Tod bewahren.
Diese Tiere werden unermüdlich im Internet vorgestellt, in der Hoffnung, jemand gibt diesen dankbaren Wesen
ein gutes Zuhause.
Zu guter Letzt möchten wir uns auch noch bei den Menschen bedanken, die sich für ein Tier aus dem Ausland
entscheiden und einen guten Platz, Familienanschluss und viel Liebe bieten.

Für uns war es eine großartige Erfahrung, Fidel und Pablo als Flugpaten in ihr neues Leben zu begleiten. Die
positive Resonanz der anderen Urlauber war einfach überwältigend. Viele haben sich genau erkundigt, wie
eine Flugpatenschaft abläuft und einige haben sofort gesagt, dass sie das beim nächsten Urlaub auch machen
wollen.

Für uns ist klar, dass wir in Zukunft unsere Flugpatenschaft immer anbieten werden, wenn wir verreisen. Flugpate sein ist weder aufwändig, noch kompliziert. Für die Tiere ist eine Flugpatenschaft aber die Chance, ein Leben ohne Schläge, ohne Misshandlungen... dafür mit viel Liebe und Geborgenheit kennen zu lernen. Einfacher und unkomplizierter kann man eigentlich nicht helfen!

Es ist wirklich ein tolles Gefühl, dass wir den beiden Galgos bei dem Start in ihr neues Leben helfen durften.
Fidel und Pablo sind uns in der kurzen Zeit, die wir mit ihnen verbringen durften, sehr ans Herz gewachsen. Wir
wünschen uns für die beiden, dass sie ab nun ein tolles Leben in ihren neuen Familien verbringen dürfen, in dem
sie endlich die Liebe und Zuneigung bekommen, die sie verdienen und auf die sie so lange warten mussten.
Kerstin Plöckinger & Manuel Holzer

 



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